Tabuthema Alkoholsucht
Tabuthema Alkoholsucht

Tabuthema Alkoholsucht

Gerade jetzt ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Hier gibt's Hilfe und die bewegende Geschichte von R.SA-Hörer Mirko zum Nachhören.

R.SA - wir sind immer für Sie da

Besonders bei unserer Aktion Gemeinsam Helfen erreichen uns viele Anfragen, Mails und vor allem auch viele Hilfsangebote. Vor kurzem hat uns ein ganz besonderen Fall erreicht, der ein Thema anspricht, das oft tabuisiert, kaum angesprochen und auch im Radio selten thematisiert wird: Alkoholsucht.

Für Mirko aus Laußnitz ein sehr wichtiges Thema. Seit 1998 ist er suchtkrank und seit fast 5 Jahren trocken.

Es gab viele schöne Zeiten, aber auch schwierige Zeiten, in denen der Alkohol mein bester Freund war.

Jetzt hat er eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Suchtberater gemacht und möchte Menschen in der gleichen Situation helfen. Im Interview hat er verraten, wie er da hineingeraten ist, wie er es wieder rausgeschafft hat und was er Betroffenen und auch Angehörigen rät.

Das komplette 10-Minütige Interview zum Nachhören

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So können Sie sich an Mirko wenden

Per Mail: mingo2604@gmail.com

Per Telefon: 01627862097

Ansonsten empfiehlt er, den Hausarzt zu kontaktieren und sich dort ersten Rat zu holen. 

Ab wann gilt man als abhängig?

Rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, 10 Millionen Menschen gelten als suchtgefährdet.

Wenn drei der folgenden Anzeichen zutreffen, ist das definitiv ein Alarmsignal:

  • starkes Verlangen nach Alkohol, kann dem Wunsch kaum widerstehen

  • Kontrollverlust: wenn einmal angefangen, kann nicht mehr aufhören zu trinken

  • körperliche Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche oder zitternde Hände, wenn weniger oder gar keinen Alkohol trinkt (Entzug kann aber auch innere Unruhe oder Angst auslösen)

  • muss immer mehr trinken, um die gleiche Wirkung zu spüren

  • denkt nur noch ans Trinken: Alkohol wird immer wichtiger und verdrängt Beruf, Familie, Freunde oder Hobbys

  • trinkt trotz negativer Folgen weiter: selbst wenn krank wird oder der Partner einen verlässt

Seit Corona wird mehr Alkohol zuhause konsumiert:

Von Ende Februar bis Ende März wurden über ein Drittel mehr Weinflaschen verkauft als im gleichen Zeitraum 2019. Ähnlich sieht es auch bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn aus. Ein Grund sind dafür auch die  geschlossene Bars / Restaurants.

Übrigens: Alkohol schützt nicht vor Viren.
Der Konsum von hochprozentigem Alkohol kann das Virus nicht abtöten. Im Gegenteil: Übermäßiger Alkoholkonsum schwächt das Immunsystem, außerdem wird er mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht, die eine Person anfälliger für das Virus machen könnten