Der R.SA-Lichtblick
Was ist wichtig im Leben? Was zählt in Krisen? Hier gibt's interessante Gedanken und gute Worte aus christlicher Perspektive. Startet inspiriert in den Tag - immer gegen 4.45 Uhr und 9.30 Uhr.
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Beim R.SA-Lichtblick begrüßt euch das R.SA-Kirchenteam: Daniel Heinze und Friederike Ursprung. Hier auf dieser Seite könnt ihr alle "Lichtblicke" der letzten Tage und weitere aktuelle Beiträge anhören. Noch viel mehr aus der Kirchenredaktion hört ihr - gemixt mit toller Popmusik zum Entspannen - jederzeit im R.SA-Hinhörkanal.
Überraschung für Sachsens Katholiken: ihr Bischof Heinrich Timmerevers ist am Mittwoch vorzeitig zurückgetreten. Papst Leo XIV, hat das Rücktrittsgesuch des 74-Jährigen Bischofs von Dresden-Meißen angenommen. Timmerevers begründet den Schritt mit altersbedingt nachlassenden Kräften. Er wolle die Leitung deshalb in jüngere Hände geben. Damit ist der Dresdner Bischofsstuhl ab sofort vakant. Timmerevers leitete das Bistum seit zehn Jahren. In seine Amtszeit fielen unter anderem große Struktur- und Sparprozesse, aber auch sein Einsatz für eine offenere Kirche. Herausforderungen bleiben etwa bei der Missbrauchsaufarbeitung und in der Bistumsverwaltung. Der Dankgottesdienst zu seinem 25-jährigen Bischofsjubiläum am Samstag (5.9.) in der Dresdner Kathedrale wird nun zugleich zur Verabschiedung. Seinen Ruhestand will Timmerevers in Dresden verbringen.
Der überraschende Rücktritt von Bischof Heinrich Timmerevers löst unterschiedliche Reaktionen aus. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, spricht von einem großen Verlust. Timmerevers habe den Menschen zugehört und ihre Sorgen verstanden. Kritik kommt dagegen von der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch. Sie wirft Timmerevers eine unzureichende Aufarbeitung sexualisierter Gewalt vor. Sein Rücktritt sei keine Genugtuung für Betroffene. Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz würdigt besonders die enge ökumenische Zusammenarbeit. Sie sei von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung geprägt gewesen. Für Timmerevers war Ökumene mehr als eine Pflichtaufgabe, so Landesbischof Bilz.
Die Kirchen-News beim R.SA-Lichtblick - jeden Freitag neu!
Am 1. September beginnt die "Schöpfungszeit" - für viele Christen neben Advent und Fastenzeit eine weitere wichtige Phase der Besinnung. In den fünf Wochen bis zum 4. Oktober geht es um unsere Erde, wie wir sie erhalten und gerecht für alle machen können.
Die Kinder los sollen zur Schule oder zum Kindergarten, oder die Eltern haben Zeitdruck. Und was machen die Kids? Trödeln und lassen sich ganz viel Zeit. Was man da tun kann, um entspannt aus der Situation zu kommen, weiß Verena Hubel von der Kursreihe "KESS erziehen", die die katholische Kirche auch in Sachsen anbietet. KESS steht für Kooperativ - ermutigend - sozial und situationsorientiert.
Gerade hat das Lernen in Sachsens Schulen wieder angefangen - und für manche jungen Leute geht's nach der Schulzeit bald mit einem neuen Lern-Abschnitt weiter: wenn sie in eine Ausbildung starten.
Für viele ist es am 1. September so weit. Da organisiert die evangelische Kirche die Segensaktion "Herzen hoch für dich".
Von Menschen, die Vertrauen und Halt suchen und beides paradoxerweise in den Algorithmen von KI-Systemen finden, erzählt der Dokumentarfilm "Finding Connection". Regisseur Florian Kramer erzählt, welche bewegenden Geschichten seine Recherche hervorgebracht hat - und warum es manchen so leicht fällt, mit KI-Chatbots eine Beziehung aufzubauen.
Wenn ein Kind bei seinen Eltern nicht mehr sicher ist, zum Beispiel wegen Vernachlässigung oder Gewalt, dann nimmt das Jugendamt es in Obhut und bringt es erst mal in einer "Bereitschaftspflege" unter - also in einer Familie, die geschult ist, Kindern von der Geburt bis 12 in Krisensituationen Zuflucht und Sicherheit zu geben.
Die Diakonie Leipzig organisiert solche Bereitschaftspflege seit 25 Jahren und sucht immer wieder Familien, die dabei mitmachen.